Einrichtungsberatung, Interior Design, Innenarchitektur, Kissenknicken
- Nicola Bushuven
- 2. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Einrichtungsberatung, Interior Design oder Innenarchitektur: was der Unterschied ist, und warum ich mich Interior Designerin nenne. Ein kurzer Überblick von NIC interior.

Einrichtungsberatung. Interior Design. Innendesign. Innenarchitektur. Wenn Sie jemanden wie mich suchen, googeln Sie vermutlich einen dieser Begriffe. Vielleicht mehrere. Zeit, das einmal aufzuräumen.
Warum nicht Einrichtungsberatung?
Was ich mache, nenne ich Interior Design, manchmal Interior Consulting. Beide Begriffe sind nicht geschützt, aber längst auch in Deutschland etabliert, obwohl wir sie etwas anders definieren als in den USA, woher sie stammen.
Dennoch benutze ich diese Bezeichnungen lieber als "Einrichtungsberatung", denn sie umfassen weit mehr als eine Unterstützung beim Möbelkauf.
Es geht bei mir nicht um Möbel und Deko, sondern um Atmosphäre. Farbe, Material, Lichtplanung, Möbelentwurf für Spezialfälle. Und immer mehr auch um eine Grundriss-Optimierung. Wenn man so lange wie ich in diesem Metier unterwegs ist, fallen einem die Macken sofort auf, die sich zwischen den Linien auf dem Grundriss verstecken (mehr dazu im Grundriss-Check-Artikel) und später ärgerlich und/oder teuer werden können.
Wenn Sie bei einer klassischen Einrichtungsberatung an etwas denken wie eine Produktempfehlung, eine Entscheidungshilfe oder ein kritischer Blick auf ein Detail, ist mein Design-Gespräch wie für Sie gemacht.
Zwischen Werkstatt und Zeichenbrett
Mein Leben lang haben mich das "Wohnen" und das "Bauen" begleitet. In meiner Familie tummeln sich diverse Gewerke, mein Opa war Schreinermeister, mein Vater ist Maurermeister und mit ihm in den Ferien die Baustellen abzuklappern, war großartig. Zu sehen, wie aus den Linien, die ich ehrfürchtig auf dem großen Zeichenbrett (so eine gigantisches, altmodisches Ding, das fast das ganze Büro ausfüllte) bestaunte, ein echtes Haus wurde. Gelernt habe ich das Raumausstatter-Handwerk, studiert habe ich Produktdesign, ich habe im Möbeleinzelhandel und in der Möbelindustrie gearbeitet, bevor ich mein Studio eröffnet habe. Ich weiß also, wie man mit Proportionen umgeht, habe Gestaltungsregeln gelernt, kenne die Materialien, die für ein Zuhause wichtig sind und - das macht sich immer bemerkbar - ich kenne echte Produkte, nicht bloß die Idee davon. Es ist ein Unterschied, ob man einen Platzhalter in einen Grundriss einsetzt, oder ob man weiß, was gerade am Markt angeboten wird. Und woher man die "guten Sachen" bekommt, wenn aus der Idee eine Shopping-Liste wird.
Warum keine Innenarchitektin?
Innenarchitektin bin ich nicht. Der Titel ist geschützt, Diplom-Ingenieurin und Kammermitgliedschaft vorausgesetzt. Und ich will auch nicht in Konkurrenz auftreten. Es gibt viele Überschneidungen, aber auch einige Unterschiede. Beide Berufe haben ihre Berechtigung.
(Warum ich nicht Innenarchitektur studiert habe? Das ist eine ganz eigene Geschichte. Sie trieb mich sogar bis nach Kalifornien und Alkmene spielt auch eine Rolle.)
Am Ende ist der Name zweitrangig. Meine Bezeichnung ist Dipl. Designerin. Manchmal sage ich zu meinem Studio "Kissenknickerei", wenn jemand auf einer Party fragt, ob ich ne Deko-Queen bin. (Mein Gatte weiß, dass es brenzlig werden könnte an solchen Tagen. Oder sehr lustig. Man darf solche Despektierlichkeiten nicht zu ernst nehmen.) Ich sehe, was ein Haus kann, bevor Sie es sehen. Wie Sie das nennen, überlasse ich Ihnen.
Und wenn Sie nicht sicher sind, ob Ihr Anliegen bei mir richtig untergebracht ist, schreiben Sie mir oder rufen mich an. Herzlich Ihre NIC


